konzerte

lang lebe stuttgart!

c a s p e r ,  s t u t t g a r t ,  0 4 . 1 1 . 2 0 1 7

als vorgruppe hatte fatoni einen 45-minütigen auftritt. ich fand gefallen an seiner musik, die beats waren sehr basslastig und dröhnend. über meine liebe zu rap müssen wir uns gar nicht erst unterhalten.

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und dann – dann kam ben. die lightshow war atemberaubend, auch wenn ich fast daran erblindete, aber das war es mir wert. cas spielte nicht nur tracks des neuen albums, sondern auch ältere teile, ganz zu meiner freude. so erklang unter anderem “keine angst”, “hinterland”, “sirenen” und “jambalaya”.

als ben schließlich zur mini-stage direkt vor meiner nase wechselte und “mittelfinger hoch” brachte, dachte ich es könnte nicht mehr besser werden. oh doch, das konnte es. “blut sehen” ist einer meiner lieblingssongs von ben. dementsprechend gut beherrsche ich den text. ben spielte “blut sehen”. er spielte den song auf der mini-stage. einen meter von mir entfernt. ich muss wohl ziemlich laut gesungen haben, jedenfalls schaute er mir eine weile in die augen, grinste sein niedlichstes grinsen und machte mir klar, dass meine textsicherheit unantastbar war. ahhh, das schafft mein kleines fangirl-herz doch nicht! mensch, ben.

wie er schließlich anmerkte, seien wir, das publikum, “verdammt viele menschen” und zudem sehr textsicher. ganz zu seiner freude, denn ben ist schon am vierten tag seiner tour krank geworden. so retteten wir ihn also aus ein paar situationen des stimmenaussetzens.

ich hätte ben permanent knuddeln können, so niedlich ist er. obwohl er als deutschrapper abgestempelt wird, drückt er sicht so gewählt aus. und obwohl seine stimme beim singen/rappen so rau und kratzig anhört, so klingt sie beim sprechen umso weicher und angenehmer.

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zwar kann nichts das #catchcasper3-erlebnis übertreffen, aber dieser abend war geil. anders geil eben.

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konzerte

keine nacht für stuttgart

k r a f t k l u b  , s t u t t g a r t ,  2 1 . 1 0 . 2 0 1 7

ja! kraftklub! hype! ok, jetzt kann es losgehen.

die vorband des konzerts der “keine nacht für niemand”-tour zum gleichnamigen album war “gurr”. ja, so wie die taube macht.

der ton war leider recht schlecht, doch irgendwie fand ich trotzdem gefallen an den mädels, die da vorne auf der bühne voller elan herumhüpften, headbangten und sich ihre seele aus dem hals schrien. so viel enthusiasmus, das braucht eine jungband.

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schließlich betrat meine herzallerliebste boyband die bühne. die fünf jungs legten direkt los, nachdem der “keine nacht für niemand”-vorhang gefallen war.

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gespielt wurde eine vielfalt an songs. alte und neue, doch lange nicht alle. die diskografie der jungs ist eben etwas unüberschaubarer geworden, mit der zeit und entschied das glücksrad zwischen “irgendeine nummer”, einem koversong (mit k), “scheissindiedisko” und natürlich der zigarettenpause. ich hätte wirklich gerne “irgendeine nummer” zu hören bekommen, aber auch “scheissindiedisko” war ordentlich abriss.

 

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ich glaube ich war lang nicht mehr so heiser, wie nach diesem konzert. bei jedem song wurde mitgeschrien. ob nun “alles wegen dir”, “chemie chemie ya”, “band mit dem k” oder “mein leben”, die crowd war textsicher und es wurde ziemlich lärm gemacht. regeln einhalten war auch nicht, da war auch till kein vorbild, der am bass eine zigarette nach der anderen rauchte. die “brummer-brüder” till und felix machten mit dem rap parodie-track “500k” nochmal ordentlich stimmung, schließlich regnete es noch 500k-scheine. immer wieder griff das publikum bei langsameren songs zum feuerzeug oder der handytaschenlampe, was für eine schöne atmosphäre in der halle sorgte. im allgemeinen war die stimmung einfach genial, es wurde ordentlich warm, laut und schwitzig.

gegen ende des konzerts wechselten die jungs zur minibühne in der mitte der halle und felix hielt noch eine “anti faschos”-ansprache, auf die jubelrufe und “nazis raus”-schreie folgten. für sowas liebe ich diese band. die reichweite richtig zu nutzen ist wichtig.

den abschluss des konzerts machte “songs für liam”. ein unglaublich guter song, wirklich. es regnete rot-weißes lametta und es wurde fleißig mitgesungen.

und so hieß es schließlich: tschüss, kraftklub. hallo, nacht.

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(noch ein kleiner einwurf. neben mir stand eine schätzungsweise achtjährige, die auf zwei styopor-klötzen stand um etwas sehen zu können. im laufe des konzerts schien sie mir immer fragwürdiger, denn ich denke nicht, dass sie viel der politischen messages der texte versteht, geschweige denn, dass sie wusste was es heißt wenn sie “ich will liebe zu dritt” mitgrölt. soviel dazu.)

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gedanken

liebe.

schmerzhaft, schön. warm, kalt. gemeinsam sein, allein sein. gemeinsam allein sein.

wie ist es möglich, dass ein gefühl all diese eigenschaften mit sich bringt? wieso strebt die menschliche rasse danach? es schein keinen sinn zu ergeben etwas fühlen zu wollen, das weh tut oder zumindest weh tun kann.

die angenehmen aspekte einmal ausgelassen, was kann liebe?

krank, verrückt und traurig machen. träume, hoffnungen, vorstellungen zertrümmern. vom wesentlichen ablenken, die sicht vernebeln, blind machen. und das, obwohl weitsicht und ein klarer kopf anscheinend essentiell zur entscheidungsfindung nötig sind.

warum strebt also eine so leistungsorientierte gesellschaft wie unsere nach einem phänomen wie der liebe, die so im widerspruch mit ihr zu stehen scheint?

bevor liebe schmerzhaft wird, ist sie schön. sie gibt uns bei erwiderung das gefühl, wertgeschätzt zu werden. sie lässt uns sorgen vergessen und uns das gefühl uns voll und ganz fallen lassen zu können.

schön, nicht?

doch hier liegt das problem. in sicherheit gewogen sind wir wie betäubt, wenn der wolf schließlich den schafspelz ablegt und die raue seite zum vorschein kommt.

tränen fließen, gefühle fluten und herzen brechen.

es ist abzuwiegen, ob man all dies für temporäre geborgenheit in kauf nehmen möchte. doch es ist unvermeidlich. liebe ist unvermeidlich. denn phänomene sind oft unerklärbar und durch menschenhand unverhinderbar.

und doch wollen wir liebe. selbst kurzweilig erachten wir sie als schön, wir nehmen in kauf verletzt zu werden, um im gegenzug halt zu bekommen und nähe zu erfahren. vielleicht auch, um ein kontrastprogramm zum alltag zu schaffen. stress, schnelllebigkeit und hektik tauschen gegen entspannung, ruhe und geborgenheit.

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konzerte

#catchcasper3

c a s p e r ,  s t u t t g a r t ,  0 5 . 0 9 . 2 0 1 7 

nachdem ich schon morgens einen fangirl-tod starb (ben hat mein insta-pic geliked), war ich total aufgeregt und voller vorfreude auf das #catchcasper3 in stuttgart, einen teil einer minikonzert-reihe von casper zu der man nur mit einladung zutritt hatte. ich habe eine einladung zugeschickt bekommen, mutti auch. pures glück einfach. da stuttgart das größte der konzerte sein sollte kamen geschätzt 1200 leute, was für ein cas-konzert quasi nichts ist! ich traf mich in der schlange zum einlass mit lilit, die ich über eine infogruppe zum konzert auf whatsapp kennengelernt hatte. zudem machte ich bekanntschaft mit lisa, wie sweet sie bitte waren! ein wiedersehen ist geplant, ob nun auf dem kraftklub- oder dem casper-konzert im winter. als wir uns schließlich ziemlich chillige plätze abseits der menge gesichert hatten, konnte es los gehen. und hallo, es ging los! im repertoire hatte ben viele songs vom neuen album “lang lebe der tod”, doch er spielte auch alte tracks wie “hinterland”, “auf und davon” und auf aufforderung auch “im ascheregen”. “sirenen” hatte mir an sich nicht so gut gefallen, doch live fetzte das wie sonst was! auch “lang lebe der tod” war ein erlebnis und als schließlich “keine angst”, “alles ist erleuchtet” und “morgellon” gespielt wurden, konnte es quasi nicht mehr besser werden. eine der vielen sachen, die mir an ben gefallen ist seine ausdrucksweise. obwohl er als deutschrapper abgestempelt wird, wählt er seine worte so schön, dass sich für mich aus seinem mund alles wie poesie anhört. somit waren auch die kleinen gesprochenen unterbrechungen der einstündigen show ein erlebnis.

ich war so wunschlos glücklich.

und dann kam die überwältigung. nach scheinbar ewiger gewarterei am merch-stand, kam BEN. innerlicher nervenzusammenbruch hoch 10. die schlange wurde komisch geteilt, am ende durften leider nur 20 mit ihm eine foto machen oder sich ein autogramm holen, doch ich war eine von ihnen. da ich es nicht abkann, nur ein foto mit einem musiker zu machen und dann wegzurennen als wäre er ein zootier, warf ich cas noch ein paar liebe, ernst gemeinte worte an den kopf. sein lächeln kreist immer noch in meinem kopf.

so wunschlos glücklich.

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reisen

london calling.

0 1 . 0 9 . 2 0 1 7

nachdem wir den doch sehr frühen hinflug, der mit noch früherem aufstehen verbunden war, überwunden hatten, war die freude groß. ich war endlich wieder in london, von der stadt kann ich einfach nie genug bekommen! wir mädels setzten uns nach dem einchecken im hotel erst einmal in ein café zur lagebesprechung. wir planten also für den ankunftstag etwas sightseeing ein und begaben uns mit den herren der schöpfung zum buckingham palace, zum big ben, zur westminster abbey und dem london eye. selbstverständlich ging aber auch der erste tag nicht ohne shopping und so durchstöberten pauline, hannah und ich den topshop. abends aßen wir bei nando’s. ich war ziemlich sehr kaputt.

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nach dem ersten londoner frühstück fuhren wir mit dem bus zum camden lock, einem markt voller schmuck, taschen und kunstgegenstände. nach dem kauf einer kette erstand ich noch eine tasche, eine sehr schöne und praktische noch dazu. auf einen griechischen imbiss folgte ein besuch in hamstood, der hood unserer “englischlehrerin”. wir tranken mit ihr und ihrer schwester einen kaffee und beschlossen, abends in soho bei einem inder essen zu gehen. da wir nicht reservierten, bekamen wir zwar keinen tisch für acht, doch pine und ich genossen ein schönes dinner zu zweit.

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der von mir lang ersehnte sonntag kam schneller als gedacht und so ging es zum shoppen zuerst nach covent garden und später nach soho. in beiden vierteln wurde ich fündig, kaufte ketten, klamotten und natürlich japan krimskrams. sowieso war ich instant-happy als ich über die türschwelle das japan-ladens schritt und von süßheit und eindrücken überrannt wurde. einen kaffee später aßen wir fish & chips zum letzten abendessen des trips.

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da wir abends flogen, war nicht viel zeit für große unternehmungen. doch pine, louis und ich besuchten die pink floyd-austellung im victoria & albert museum, die mich positiv überraschte! obwohl ich keinen bezug zur musik habe und sie auch nicht aktiv höre, gefiel mir das konzept und der aufbau der exhibition ausgesprochen gut. zum anfang bekamen wir kopfhörer, mit denen man sich frei im raum bewegte und über die passende interviews oder lieder der band zu hören waren. das ganze war timeline-mäßig gestaltet, sodass ich als “neuling” das ganze sehr gut verstand. außer der einstündigen verspätung unseres fluges gibt es vom letzten tag des, trotz einzelner komplikationen, schönen london-aufenthalts nicht viel zu erzählen und so folgen jetzt bilder.

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reisen

blair atholl & stirling {schottlandrunde 2017}

auf dem weg von inverness nach blair atholl stoppten wir bei belmoral castle, der “urlaubsresidenz” der queen, welches gerade aus diesem grund den sommer und winter über geschlossen ist. viel sehen könnte man ebenfalls nicht, lediglich die turmspitze ließ sich erahnen. schließlich am zielort angekommen besichtigten wir das dortige schloss, blair castle. 30 räume, zu viel, zu langweiliger text, und eine sehr durchschnittliche fassade machten mich nicht zum fan. wenigstens gab es im gartenteich babyenten und eine tauchende ente. nein, ich habe mich nicht mehr einbekommen.

angekommen in stirling, am letzten stopp unserer reise machten wir uns direkt auf, das castle zu sichten. als wir nach vergeblichen navi-aktionen schließlich ankamen war mein vater pissig und meine mutter und ich genervt. die burg war recht ansehnlich und bot einen wunderschönen ausblick, wie schon edinburgh castle. anschließend gingen wir noch etwas durch die stadt, kauften die letzten souvenirs und aßen schließlich unsere abendpizza.

der nächste nachmittag/abend hielt den, von mir lang ersehnten, heimflug bereit. inklusive umsteigen. toll.

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inverness {schottlandrunde 2017}

wir verließen das farmhouse und fuhren zum dunrobin castle. sehr schöne fassade und das alles, das innere war — durchschnittlich. dafür lockten die recht schönen gärten mit einer vogelschau. vorgeführt wurden unter anderem ein falke und ein uhu, sehr schöne tiere. diese ließen mich etwas über die löwen-, tiger- und jaguarfelle inklusive kopf hinwegsehen. als wir in inverness ankamen bezogen wir unser hotelzimmer und machten uns auf in die stadt, klapperten touri-läden und das inverness castle ab und schauten uns nach restaurants fürs abendessen um. schließlich reservierten wir einen tisch bei einem italiener zu dem wir nach einem abstecher im hotel zurückkehrten. suppe und gemüselasagne, beides ausgesprochen gut.

urquhart castle hieß unser erster abstecher auf der fahrt. da es sich um eine ruine handelte dachte ich, es würde ein kurzer aber angenehmer besuch werden, falsch gedacht. es gab infotafeln. daraus folgte, dass mein vater 1,5h in einem haufen alter steine verbrachte, um es auf den punkt zu bringen. nachdem meine mutter und ich einmal durch die mauern gelaufen waren, verabschiedeten wir uns zu einer tasse tee. auf urquhart castle folgte cawdor castle, welches schon hübsch war, dessen inneres mich allerdings nicht beeindruckte. zum ende hin dann noch elgin cathedral die aus einer ruine, umrandet von einem friedhof bestand. es gab ausstellungen zu diversen steinen, von deren besuch ich absah. ich nahm dafür die kleine, spiralförmige treppe auf einen der türme in anspruch. der ausblick war es schon irgendwie wert.

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