gedanken

ästhetik.

was ist schön oder hässlich, wer darf das bestimmen? nur ich oder doch die anderen? wäre es nur ich, dann wären es für die anderen ja doch nur die anderen. wären es die anderen, wäre ich doch gar kein teil der gesellschaft, also der anderen. ästhetik liegt im auge des betrachters, genauso wie richtig und falsch individuelle ansichten sind. insofern ist es schwer zu sagen, was ästhetisch oder unästhetisch ist. doch unsere gesellschaft ist so sehr auf ästhetik fixiert, dass es doch eine allgemeine richtlinie dafür geben muss, oder? mode wird immer wichtiger, die eigendarstellung im internet sagt immer mehr über uns aus und auch sonst soll alles immer jedem gefallen. wenn es kein ästhetisch und unästhetisch gibt, wie soll dann das alles funktionieren?

unsere gesellschaft befindet sich im täglichen wandel, sie ist schnelllebig und kurzweilig. ästhetik wird täglich neu definiert und richtet sich, beispielsweise in der mode, nach der saison. schönheit ist vergänglich, sie kommt und geht. für mich kommt ein großer teil humaner schönheit mit dem charakter. die ästhetik von objekten ist etwas anderes. da gibt es etwas in meinem kopf, was über ästhetisch und unästhetisch entscheidet. das an sich ist noch kein problem, man sollte sich nur nicht zu sehr auf seine meinung versteifen sondern offen für andere perspektiven bleiben. man muss den grad zwischen toleranz und individualität finden. das hört sich schwer an und passiert von charakter zu charakter unterschiedlich schnell, doch wenn es kommt, dann kommt es.

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gedanken

selbstvertrauen.

bevor man anderen vollkommen vertraut, ist es essentiell sich selbst zu vertrauen. sich zu akzeptieren und an den punkt zu kommen, an dem man mit sich selbst im reinen ist und sowohl stärken als auch schwächen erkennt ist wichtig. das ist nicht einfach, die gesellschaft in der wir leben ist zu großen teilen auf oberflächliche werte fixiert und vergisst dabei, wie wichtig der charakter oder die fähigkeiten eines menschen sind. man führt ein gespräch schließlich nicht mit der fassade einer person. auch hass, beispielsweise im internet, basiert fast ausschließlich auf äußerlichkeiten, denn niemand kann aus einem instagram-foto oder facebook-post die eigenschaften einer person herauslesen. so wird man von allen seiten verunsichert. bin ich zu dick oder zu dünn? habe ich die richtigen klamotten an? gefällt den anderen, wie ich aussehe? fragen die bestimmt jedem schon einmal durch den kopf geschossen sind. aber im endeffekt sollten nicht die anderen, sondern du mit dir zufrieden sein und zu dir stehen. du wirst nie jedem gefallen. es wird immer jemanden geben, dem es nicht passt, wie du dich anziehst oder was du machst und das ist vollkommen in ordnung! es ist wichtig, dass man selber hinter sich steht und alle seine möglichkeiten wahrnimmt. ich persönlich fand bzw finde es schwer an diesen punkt zu kommen, man hört schließlich nie auf, sich und die eigenen taten in frage zu stellen. ich sehe das mittlerweile allerdings als normalen prozess. jeder hat schonmal an sich gezweifelt, du bist da nicht alleine.

niemand ist perfekt, es ist wichtig sich das immer mal wieder vor augen zu halten.

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konzerte

jackpot baby! (teesy, stuttgart, 05.03.2017)

ja! geil! konzertpost! endlich!

ich habe wieder was zu schreiben, denn: ich war bei teesy und loti! diesmal ohne papa aber mit pine und hannah (nicht ich, andere hannah).

als vorband trat lot auf, ganz nach meinem geschmack! loti feier’ ich schon ewig und ich hatte ihn auch schonmal als vorab-act bei dem cro open-air erlebt, doch der auftritt heute abend war nochmal ganz besonders. passagen, die ganz ruhig und ohne viel lärm auskamen gemischt mit komplett-ausrastern und starkem schlagzeug. ich sang permanent mit, was sich als problematisch erwies, da mein letztes konzert schon etwas her ist und ich wohl etwas aus der übung gekommen bin, ich war nach zwei liedern heiser. als ich dann nach dem konzert noch ein tourshirt erwerben wollte und plötzlich lothar hinter der theke stand war ich krass überfordert, hab mit ihm kurz geredet und fand es unglaublich schön ihm sagen zu können, dass seine musik mich schon sehr lange unglaublich glücklich macht. danke an dich, loti!


und dann kam toni. abriss, gleich mehrmals. er spielte mit seiner band sowohl alte als auch neue stücke und übertraf sich damit selbst. diese stimme! überkrass. es erklang alles (fast). von “fc fernweh” über eine akustik-version von “ein fuß nach dem andern” und einem “anderen” lied von niksn, bis “jackpot” war alles dabei! apropos jackpot: dieses wort beschreibt den abend ziemlich sehr gut! ich sang also trotz beginnender heiserkeit weiter mit und schließlich fing mich das mädel vor mir schrecklich an zu nerven, denn: sie hat ernsthaft das ganze konzert lang auf instagram live gestreamt. whyyy? pauline drückte unser aller gefühle ziemlich passend aus: “sorry for interrupting your live-show, but this is a concert!”


langsam fingen die beine an weh zu tun, doch schlapp machen war nicht! es ging rasant weiter und als schließlich “keine rosen” den raum füllte, war ich verliebter denn je zuvor.
ich habe dann doch ein paar fotos gemacht, die ich jetzt gerne mit euch teile…

der abend insgesamt war halt einfach zucker und mit pauline und hannah machte es mehr bock als je zuvor. auf der heimfahrt verwandelte sich das auto schließlich in eine karaoke-bar und es wurde ordentlich mitgegrölt!

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ich sage an dieser stelle also allen beteiligten “danke!” für diesen wundervollen abend! es ist ein unvergesslicher geworden, nicht nur wegen der musik, sondern auch dank dem kurzen wortwechsel mit lothar und dem ausgiebigen gesinge mit meinen beiden begleiterinnen. danke!

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konzerte

weil: wir sind loser (maeckes, stuttgart, 25.11.2016)

endlich gibt’s hier wieder was zu lesen und endlich handelt es sich wieder um einen konzert-bericht! diesmal ging es in’s wizemann zu maeckes und ich war ziemlich gespannt, wie so die stimmung der crowd sein würde. mega – mehr als dieses wort braucht es nicht.

die vorgruppe war – und das überraschte mich ein wenig mehr als es eigentlich hätte sollen – bartek! seine wirklich kleine show (5 songs) war einfach überkrass. es war toll, ihn mal live abgehen zu sehen, natürlich inklusive kuscheltierthron aus dem “whipsch du’s a lot?”-video. einfach nur wow.

und das bringt mich auch schon zum hauptact des abends: maeckes. er hat eine, auf seine ganz eigene art, wunderschöne und beruhigende stimme! diese kam den ganzen abend über zum einsatz und immer, wenn er vor lauter freude über das super gelaunte publikum einen kleinen texthänger hatte, lächelte er drüber und freute sich noch mehr, über das publikum das ganz laut mitgrölte. im hintergrund stand ein smiley, der immer wieder zu einem “fake-lachen” des publikums aufrief. die texte live zu hören hatte nochmal eine ganz andere wirkung auf mich und ich muss sagen: ich war noch nie auf einem konzert, auf dem die crowd so miteinbezogen wurde! so kam es also zu einem kleinen lagerfeuerkonzert, bei dem sich alle (versuchten) hinzusetzen, zu einer teilung des meeres durch “äh, dings”, der zwischendurch auch schon am kinderklavier abgegangen war, einen stagedive/übers meer gegleite von maeckes, bei dem dieser fast runterfiel und zu einem moshpit, der allerdings irgendwann nicht mehr cool war, da die moshpitter immer betrunkener wurden… das war dann aber der einzige kritikpunkt des abends denn: die orsons waren auch da. tua fehlte zwar aber 3 von 4 ist ja schonmal ein ganz guter wert, oder? also gingen 1000 menschen mit bartek, kaas und maeckes aber ohne tua sowohl zu “jetzt” ab und brachten anschließend noch “schwung in die kiste”. schließlich gab es dann auch noch einen wunderschönen unveröffentlichen titel von tristan brusch zu hören. genial war’s! und weil es so unbeschreiblich war, kommen jetzt erstmal ein paar wundervolle bilder:

und dann endete der endlose abend. fazit meinerseits war, dass betrunkene moshpitter nicht cool sind aber maeckes inklusive der orsons geile live-shows liefern! fazit meines vaters war, dass die musik ein graus ist und er da “nie wieder hin” will. die halle fand er allerdings, so wie ich, wunderbar, sie war nämlich eine alte fabrikhalle und die atmosphäre war eben einfach toll!

vielen lieben dank für dein interesse an meinem abend! beste grüße!

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reisen

london // 21.-24.08. englandrunde 2016

nach einer ewigkeit hatten wir schließlich unseren mietwagen abgegeben und eine odyssee ging in die nächste über. langes warten auf das shuttle nach london heathrow, eine erst eher wenige, dann aber doch, durch diverse treppen und menschen, aufregende u-bahn-fahrt und ein relativ langer fußmarsch zum hotel nach dem ausfall unserer gewünschten station. ich hatte genug. meine eltern auch. wir machten also erst einmal pause im hotel und gingen dann direkt zum essen in die straße, in der wir uns schon letztes jahr durchgefuttert hatten.

eine nacht später sah die welt, zumindest für mich, schon wieder komplett anders aus. denn heute durfte ich nach zweieinhalb wochen sightseeing meine shopping-tour durchziehen. sie war zwar nicht groß, aber sie hielt zu großen teilen, was sie mir versprach. erst schlug ich fast mein komplettes budget in einem wundertollen, japanischen laden auf den kopf, auf den ich mich seit drei wochen sehnlichst gefreut hatte. viele, vieleee sticker, plüschtiere, notizbücher und so weiter und so fort. nach 20-minütigem weg zu fuß zu einem kleinen, unabhängigen klamottenladen in soho, einem bezirk londons. und dann reihte ich mich mit meiner mutter in die schlange vor dem londoner ‘supreme’ store ein. als wir nach einer dreiviertelstunde endlich drinnen waren, wurde ich leider nicht fündig. nun ja, that’s life. wir kehrten mit dem sightseeing bus, mit dem wir am vormittag schon eine große runde gecruised waren, zurück zum hotel. nach einer runde ausruhen für alle ging es zum essen. zum miserablen essen.

wieder touri-programm am nächsten tag. wir fuhren mit unserem hop-on-hop-off ticket zunächst zu st. paul’s cathedral und besichtigten den riesigen innenraum, mit audioguide, und bestaunten die krypta und die große kuppel. pause im café und eine bootstour im verglasten boot bei 30 grad folgten und gleich darauf noch die von meiner mutter angezettelte führung durch die houses of parlament. selbstverständlich, eine einmalige chance und so… es war nicht schlecht. mich wunderte nur, dass meine eltern der staub beeindruckte. es gab eine macbeth-vorstellung im globe theatre und belegte brötchen zum abendessen.

der abreisetag kam. wir liefen 2 km nach covent garden und shoppten nochmal. ich schuhe, mein vater klamotten und meine mutter nichts. wir liefen bei erneuten 30 grad die 2 km zurück zum hotel und fuhren mit dem taxi  zur u-bahn, mit der u-bahn dann zum flughafen.

und somit endete unser sommerurlaub. schöner wäre er ohne kaputte knie und mit weniger kathedralen und schlössern und touri-zeugs gewesen, aber nun ja, wir haben überlebt, oder?

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cambridge // 20.08. englandrunde 2016

zwei stunden autobahn-tour später trudelten wir in unserem bed’n’breakfast in einer weiteren universitäten-hochburg ein. ich benötigte eigentlich kein päuschen, da ich auf der rückbank des mietwagens eingepennt war, aber wir machten trotzdem eines. mit dem bus ging es auf ins abenteuer, in die innenstadt, welche mich nicht sonderlich begeisterte. alles was es zusehen gab, waren viele, viele universitäten und nicht viel mehr. beschlossen wurde, eine weitere touri-bustour zu absolvieren.

es war kalt und windig und mein kuschliger, warmer schal war natürlich in meinem koffer im zimmer. als es dann auch noch anfing zu regnen wollte ich nur noch mehr meinen schal und fing an, innerlich vor mich hin zu fluchen. wir (meine mutter und ich) mussten anschließend dank meines vaters ein college auch noch von innen, nun ja, den hof und die kapelle, besichtigen, doch dann setzten wir uns in ein starbucks ähnliches café. wir verweilten eine stunde und machten und trotz sattheit auf die suche nach einem restaurant, der drang der gewohnheit macht’s. völlig gemästet also liefen wir zurück zur unterkunft und verbrachten dort, wer hätte es gedacht, die nacht.

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canterbury // 18. und 19.08., englandrunde 2016

auf unserem trip zu unserem nächsten halt gab es natürlich auch einen zwischenhalt, bei dem es sich um einen garten mit turm drin handelte. 2 stunden verbrachten wir dort, dann setzte sich die fahrt eine dreiviertelstunde fort. wir trudelten dann also in canterbury ein, in der stadt, in der ich die letzte kathedrale meiner reise besichtigen sollten. ja! unser hotel befand sich auch gleich im hof derselben, das machte sowohl den weg zur kathedrale, als auch den zu allem anderen kürzer, denn wie es einem im geschichtsunterricht eingetrichtert wird, wurden kirchen und kathedralen möglichst zentral erbaut. wir besuchten die glaubensstätte direkt am ankunftstag, abgearbeitet wurde sie, so könnte man es nennen. es fühlte sich toll an, dieses gefühl der aussicht auf sechs tage weiteren urlaub ohne christliche touri-attraktionen. viel mehr gibt es von diesem tag nicht zu erzählen, denn außer dem abendessen (risotto) wurde nichts mehr verrichtet.

der nächste tag erwies sich als deutlich mehr ereignisreich. nach dem rührei-mit-räucherlachs-frühstück machten wir uns auf den langen, planlosen und regnerischen weg zum canterbury castle, also noch mehr tote steine. der besuch kostete weder eintritt, noch viel zeit, diese zwei faktoren machten das erlebnis um einiges mehr akzeptabel. 


der rückweg wurde natürlich auf der stadtmauer entlang passiert, auf welcher er sich nur noch kälter und windiger gestaltete. nach etwas in-der-stadt-herumgeschlendere ging es wieder zurück ins zeitweilige zuhause, zum ausruhen, versteht sich. der anschließende, kalte und immer noch windige fußweg zum postamt und anschließend zum abendessen (ramen und edamame) rüttelte uns wieder etwas wach. und so hatte sich dann auch der zweite tag unseres canterbury aufenthaltes dem ende zugeneigt. voller freude erwartete ich schon die lange fahrt zum nächsten und vorletzten ziel…

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