gedanken

liebe.

schmerzhaft, schön. warm, kalt. gemeinsam sein, allein sein. gemeinsam allein sein.

wie ist es möglich, dass ein gefühl all diese eigenschaften mit sich bringt? wieso strebt die menschliche rasse danach? es schein keinen sinn zu ergeben etwas fühlen zu wollen, das weh tut oder zumindest weh tun kann.

die angenehmen aspekte einmal ausgelassen, was kann liebe?

krank, verrückt und traurig machen. träume, hoffnungen, vorstellungen zertrümmern. vom wesentlichen ablenken, die sicht vernebeln, blind machen. und das, obwohl weitsicht und ein klarer kopf anscheinend essentiell zur entscheidungsfindung nötig sind.

warum strebt also eine so leistungsorientierte gesellschaft wie unsere nach einem phänomen wie der liebe, die so im widerspruch mit ihr zu stehen scheint?

bevor liebe schmerzhaft wird, ist sie schön. sie gibt uns bei erwiderung das gefühl, wertgeschätzt zu werden. sie lässt uns sorgen vergessen und uns das gefühl uns voll und ganz fallen lassen zu können.

schön, nicht?

doch hier liegt das problem. in sicherheit gewogen sind wir wie betäubt, wenn der wolf schließlich den schafspelz ablegt und die raue seite zum vorschein kommt.

tränen fließen, gefühle fluten und herzen brechen.

es ist abzuwiegen, ob man all dies für temporäre geborgenheit in kauf nehmen möchte. doch es ist unvermeidlich. liebe ist unvermeidlich. denn phänomene sind oft unerklärbar und durch menschenhand unverhinderbar.

und doch wollen wir liebe. selbst kurzweilig erachten wir sie als schön, wir nehmen in kauf verletzt zu werden, um im gegenzug halt zu bekommen und nähe zu erfahren. vielleicht auch, um ein kontrastprogramm zum alltag zu schaffen. stress, schnelllebigkeit und hektik tauschen gegen entspannung, ruhe und geborgenheit.

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gedanken

ästhetik.

was ist schön oder hässlich, wer darf das bestimmen? nur ich oder doch die anderen? wäre es nur ich, dann wären es für die anderen ja doch nur die anderen. wären es die anderen, wäre ich doch gar kein teil der gesellschaft, also der anderen. ästhetik liegt im auge des betrachters, genauso wie richtig und falsch individuelle ansichten sind. insofern ist es schwer zu sagen, was ästhetisch oder unästhetisch ist. doch unsere gesellschaft ist so sehr auf ästhetik fixiert, dass es doch eine allgemeine richtlinie dafür geben muss, oder? mode wird immer wichtiger, die eigendarstellung im internet sagt immer mehr über uns aus und auch sonst soll alles immer jedem gefallen. wenn es kein ästhetisch und unästhetisch gibt, wie soll dann das alles funktionieren?

unsere gesellschaft befindet sich im täglichen wandel, sie ist schnelllebig und kurzweilig. ästhetik wird täglich neu definiert und richtet sich, beispielsweise in der mode, nach der saison. schönheit ist vergänglich, sie kommt und geht. für mich kommt ein großer teil humaner schönheit mit dem charakter. die ästhetik von objekten ist etwas anderes. da gibt es etwas in meinem kopf, was über ästhetisch und unästhetisch entscheidet. das an sich ist noch kein problem, man sollte sich nur nicht zu sehr auf seine meinung versteifen sondern offen für andere perspektiven bleiben. man muss den grad zwischen toleranz und individualität finden. das hört sich schwer an und passiert von charakter zu charakter unterschiedlich schnell, doch wenn es kommt, dann kommt es.

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selbstvertrauen.

bevor man anderen vollkommen vertraut, ist es essentiell sich selbst zu vertrauen. sich zu akzeptieren und an den punkt zu kommen, an dem man mit sich selbst im reinen ist und sowohl stärken als auch schwächen erkennt ist wichtig. das ist nicht einfach, die gesellschaft in der wir leben ist zu großen teilen auf oberflächliche werte fixiert und vergisst dabei, wie wichtig der charakter oder die fähigkeiten eines menschen sind. man führt ein gespräch schließlich nicht mit der fassade einer person. auch hass, beispielsweise im internet, basiert fast ausschließlich auf äußerlichkeiten, denn niemand kann aus einem instagram-foto oder facebook-post die eigenschaften einer person herauslesen. so wird man von allen seiten verunsichert. bin ich zu dick oder zu dünn? habe ich die richtigen klamotten an? gefällt den anderen, wie ich aussehe? fragen die bestimmt jedem schon einmal durch den kopf geschossen sind. aber im endeffekt sollten nicht die anderen, sondern du mit dir zufrieden sein und zu dir stehen. du wirst nie jedem gefallen. es wird immer jemanden geben, dem es nicht passt, wie du dich anziehst oder was du machst und das ist vollkommen in ordnung! es ist wichtig, dass man selber hinter sich steht und alle seine möglichkeiten wahrnimmt. ich persönlich fand bzw finde es schwer an diesen punkt zu kommen, man hört schließlich nie auf, sich und die eigenen taten in frage zu stellen. ich sehe das mittlerweile allerdings als normalen prozess. jeder hat schonmal an sich gezweifelt, du bist da nicht alleine.

niemand ist perfekt, es ist wichtig sich das immer mal wieder vor augen zu halten.

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selbstfindung

meiner meinung nach besteht die pubertät aus zwei teilen, der inneren und der äußeren entwicklung. die innere entwicklung bringt aber nicht nur meinungsbildung und (in den meisten fällen) reifung mit sich, sondern auch den prozess der selbstfindung, den beantwortungsprozess der frage “wer bin ich eigentlich?”.

ich persönlich möchte mich so wenig wie möglich hierbei beeinflussen lassen. ich finde es zwar sehr gut sich bei diversen dingen, über die man sich noch nicht “sicher” ist, beispiele an älteren, bereits gereiften humanen wesen zu nehmen, jedoch sollte man davon absehen andere (freunde, familie, prominente) zu kopieren. man stellt sich damit nur selbst ein bein, denn nach abschließen des pubertären geistlichen entwicklungsprozesses ist man nicht man selbst, sondern ein abbild eines bereits existenten menschen, den man nachstellen möchte. man ist quasi schauspieler geworden.

genauso sehe ich das allerdings in allen anderen lebenslagen. orientieren ist gut, ehrt die orientierungsperson und man kann für sich selbst entscheiden, was “gut” oder “schlecht” ist. kopieren führt zu persönlicher charakterlicher leere.

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menschlichkeit

menschlichkeit ist ein vielfach einsetzbarer begriff. ob nun im bezug auf soziales verhalten, die tatsache, dass man ein mensch ist, oder empathie. ebenfalls wird menschlichkeit sehr verschieden definiert. für den einen ist es die eigenschaft menschen zu helfen, egal in welcher situation sie sich befinden. für den anderen ist es menschlich, menschen in schubladen zu stecken aufgrund von aussehen, herkunft oder konfession. natürlich darf jeder für sich selbst festlegen, was menschlich ist, allerdings sollte man wenigstens einen funken gesunden menschenverstand haben, um zu begreifen, dass es nicht rechtens ist, ein buch nach seinem einband zu beurteilen. nur weil jemand beispielsweise christ ist und man selbst nicht, heißt das noch lange nicht, dass derjenige “falsche” ansichten hat. meiner meinung nach sollte empathie menschlichkeit verkörpern, aber ich glaube nicht, dass dieser fall jemals eintritt. traurig, aber meiner ansicht nach wahr.

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reife

meiner meinung nach ist die reife eines menschen ein sehr ausschlaggebender punkt in der hinsicht, auf welcher “ebene” man sich unterhält, aber auch, wieviel vertrauen man einer person schenken kann, da man ein paar erwachsene ansichten haben sollte, um mit werten wie vertrauen umgehen zu können. man sollte sich natürlich nicht verbiegen, aber wenn man meint, dass es in ordnung sei, mit dem vertrauen einer person zu spielen und dies witzig zu finden, in einem alter, in dem man eine relativ ausgeprägte empathie haben sollte, dann ist es in keinster weise witzig sondern einfach nur unreif. für mich persönlich ist es das letzte, wenn jemand nicht reif genug ist, um sich beherrschen zu können. natürlich darf man sich das innere kind behalten, doch man sollte auch eine erwachsene, moralisch korrekte denkweise besitzen, das eine schließt das andere ja nicht aus!

wenn ich mich mit scheinbar im 4. lebensjahr hängengebliebenen menschen unterhalte, über ernste themen, die mich stark treffen und/oder berühren, dann erwarte ich wenigstens einen vorübergehenden zustand von erwachsenem, ernsten verhalten. wenn dies allerdings nicht der fall ist und man über diese themen “hinweglächelt”, dann ist dies für mich ein weiteres zeichen von nicht vorhandener reife und mangelndem vertrauenspotenzial.

dies alles ist natürlich nur meine meinung und jeder kann sich in dieser hinsicht eine andere aneignen. ich bin der ansicht, dass man sich auch mal “zusammenreißen” können sollte um tief durchdachte, nicht einmal unbedingt ernste gespräche führen zu können.

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vertrauen

vertrauen ist so ein wertvolles gut, man kann es weder käuflich erwerben, noch zurückholen, wenn man es verschenkt hat. und dennoch gibt es menschen, die eine solche ignoranz besitzen, das vertrauen einer nahestehenden person zu missbrauchen, sie damit zu verletzen und sich im anschluss nicht darum zu kümmern. dieses verhalten ist für mich persönlich in keinstem falle vertretbar und zeugt von falschen wertvorstellungen. insbesondere im 21. jahrhundert wird diese verhaltensweise immer öfter über sms, whatsapp oder direktnachrichten ausgeübt. ich kann jedem nur raten, sich mit jemandem, dem man wirklich immer vertrauen kann, ausgiebig zu unterhalten, wenn man (oftmals von vermeintlichen freunden) “hintergangen” wurde. meist zeugt ein “geständnis” über soziale netzwerke oder andere mediale kommunikationsmittel von feigheit und niedrigem bis keinem selbstvertrauen. so gesehen sollte man diese menschen in dieser hinsicht ignorieren. sie werden sich kaum ändern, dennoch finde ich es angebracht ihnen klarzumachen, was sie “angerichtet” haben bzw in welchen zustand sie die betroffene person versetzt haben.

das ist jetzt vielleicht ganz schön viel auf einmal, aber ich wollte das hier loswerden.

hab’ noch ein schönes wochenende!

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